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Bartagamen Eiablage
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Bartagamen Terrarium
Infos über die Bartagamen Eiablage:
In diesem Erfahrungsbericht
über Bartagamen, wird die Eiablage (inzwischen 5 Gelege) von unserm Weibchen "Wilma"
beschrieben. Es soll hier deutlich gemacht werden, dass die Eiablage im
Terrarium nicht unbedingt immer, wie in vielen Puplikationen und Pogona Infos
beschrieben, nach einem "0815 Schema"
ablaufen muss !
Diese Bartagamen
Eiablage Beschreibung soll dem verunsicherten Halter dieser Reptilien
zeigen, dass abweichende Legegewohnheiten (Legehöhle, Legegrube,
Legezeiträume, keine Trennung der Tiere usw.) nicht grundsätzlich zu Problemen
z.B. zur Legenot führen müssen.
Eiablage Infos:
Ca. 4 Wochen nach Beendigung der winterlichen Ruhephase paarten sich
unsere beiden Bartagamen. Nach dem unser
Bartagamenbock sein "Werk"
vollbracht hatte, war in den darauf folgenden Monaten seinerseits absolut kein
Interesse mehr am Weibchen vorhanden. Das Weibchen war praktisch Luft für ihn.
Aus diesem Grund haben wir den Bock auch nicht vom Weibchen getrennt. In der
nachfolgenden Zeit hat die Anwesenheit des Männchens, auch während der Eiablage
zu keinerlei Problemen geführt. Das Desinteresse am Weibchen bestand weiterhin.
Eine kleine Info am Rand :
Bartagamen Weibchen können Sperma speichern.
Somit sind sie in der Lage, mit nur einer einzigen Paarung, nach der ersten
Eiablage noch weitere befruchtete Gelege "auch ohne Bock" zu produzieren !
Nach den "anstrengenden Paarungsaktivitäten" hat unser Bock erst mal eine
längere Erholungsphase eingelegt. Selbst das Futter interessierte ihn tagelang
überhaupt nicht mehr. Beim Weibchen verhielt sich das genau umgekehrt. Sie
entwickelte sich zur reinen Fressmaschine.
Da in der Trächtigkeitszeit ( bei uns 31 Tage bis zur ersten Eiablage ) das
Bartagamen Weibchen einen erhöhten Futter und Mineralstoffbedarf hat, bekam sie
während dieser Zeit eine sehr hochwertige und abwechslungsreiche Nahrung. Neben
vitaminreichem Obst / Gemüse und gut genährten Futterinsekten wurden zusätzlich
1x pro Woche 2-3 haarlose Babymäuse ( sonst nur 1x im
Monat 1-2 ) verfüttert. Eine Vitamin - Mineralstoffmischung und kleine
ca. 4-8mm große Sepiaschalenbrocken wurden selbstverständlich auch gereicht.
Unsere beiden Bartagamen (Lat. Pogona
Vitticeps) fressen auch gierig eingefrorene Babymäuse, wenn diese
vorher in einer Tasse mit lauwarmen Wasser auf ca. 36 ºC aufgewärmt wurden.
Während der Trächtigkeit verbrachte unser Bartagamen Weibchen viel Zeit unter den wärmenden
Spotstrahler. Dabei wurde mit zunehmenden Bauchumfang der Körper aufgerichtet
und der Kopf soweit wie möglich in Richtung "Himmel" gestreckt. Da die Eier im
Bauch viel Platz beanspruchen, wird mit dieser aufrechten Haltung anscheinend
die Atmung erleichtert.
3-4 Tage vor den Eiablagen stellte unsere Bartagame die Nahrungsaufnahme ein.
Gleichzeitig wurde sie sehr unruhig. Sie rannte zeitweise wie von der Tarantel
gestochen im Terrarium und auf der Lüftungs-Lochblech-Abdeckung hin und her. In
dieser Zeit legte unser Weibchen ein ausgesprochenes Ausbruchsverhalten an den
Tag. Das ging soweit, dass selbst das kurzfristige öffnen der Scheiben (ca.10 sek) zur Flucht benutzt wurde!
Mit einem Sprung von ca. 1/2 Meter hing unsere Echse regelmäßig am Pullover
meiner Frau.
1-2 Tage vor der Eiablage begann das Bartagamen Weibchen mit den Probegrabungen.
Für den endgültigen Ablageplatz der Eier wurde in dem feuchten, aber nicht
nassen, ca. 20 cm tiefen Bodengrund, bei der ersten, dritten und fünften
Eiablage eine ca. 25-30 cm lange Legehöhle und bei der zweiten und vierten
Ablage eine 20 cm tiefe Legegrube ausgehoben. Die
Bartagamen Videos von der Eiablage
und die nachfolgenden Bilder sagen da mehr als tausend Worte.
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Bilder von der Bartagamen Eiablage
  
  
  
"Die Eiablage Bilder zum Vergrößern bitte anklicken" |
Diese ersten vier Eiablagen fanden in fast gleichen Zeitabständen (ca. alle 4 1/2
Wochen) statt. Die ersten drei Gelege wurden zwischen 15.00 - 18.00 Uhr und das
vierte sehr spät zwischen 19.30 - 20.30 Uhr gelegt. Während der vierten Eiablage
schaltete sich die Hauptbeleuchtung über die Zeitschaltuhr ab. Das
Weibchen hat diese Veränderung überhaupt nicht interessiert. Sie
legte wie gewohnt, nur noch mit zwei Spotstrahlern beleuchtet, alle Eier ab und
verschloss anschließend in aller Ruhe die Legegrube.
Die fünfte Eiablage folgte mit ca. 5 1/2 Wochen Abstand zur letzten Ablage. Sie
begann um 21.30 Uhr (Terrarium nur noch mit zwei Spots beleuchtet) und endete am
darauf folgenden Tag um ca.8.00 Uhr morgens. Probegrabungen fanden bei dieser
Eiablage nicht statt. Die erste Legehöhle wurde sofort benutzt um die Eier
abzulegen. Anschließend wurde die Höhle (Terrarium Beleuchtung mittlerweile ganz
aus) nur noch zum Teil verschlossen. Dann legte das Weibchen über Nacht eine
Ruhepause ein. Am nächsten Morgen (im Terrarium immer noch 25 ˚C bedingt durch
das sehr warme Wetter) wurde um 7.30 Uhr bei noch nicht eingeschalteter
Beleuchtung der Rest der Höhle verschlossen. Das Weibchen ist auch nach dieser
ungewöhnlichen Eiablage weiterhin wohl auf.
Bei den fünf Eiablagen hatte das kleinste Gelege 18 und das größte 23 Eier.
Nach jedem Ablegen der Eier wurde die Legehöhle bzw. Legegrube Stück für Stück
durch zuscharren und anschließendem feststampfen mit dem Kopf wieder
verschlossen. Das wird vom Weibchen so gut gemacht, dass hinter her keiner mehr
an dieser Stelle Grabungen vermuten würde.
Bei unserem Bartagamen Weibchen endete jegliches Interesse an den Eiern ca. eine
Stunde nach dem Verschließen der Legehöhle. Die Eier bzw. Brut wurde sich selbst
überlassen und eine weitere Versorgung fand nicht statt.
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Eiablage Infos und Hinweise zum Heizkabel:
Manchmal finde ich wird der Einsatz von Heizkabeln in Bezug auf die Eiablage von
Pogona's zu sehr verteufelt.
Die Eier werden kurz nach der Ablage von den meisten Pflegern eh in einen
Inkubator überführt. Bei unserer Bartagame gab es mit der gefürchteten Legenot
oder dem Verbrennen der Eier keine Probleme. Im Gegenteil, unser Weibchen legte
jedes mal die Eier genau auf die Stelle, an der das Heizkabel untergebracht war.
Gleichwertige Stellen ohne Heizkabel interessierten sie überhaupt nicht, auch
nicht bei den Probegrabungen. Bekannte von uns machten ähnliche Erfahrungen mit
den Legegewohnheiten und Eiern ihrer Echsen.
Ich denke mal, dass man viele der negativen Auswirkungen bei der
Pflege und Haltung von Bartagamen nicht so allgemein der
Heizung zuschreiben sollte. Eine angemessene Heizleistung (viel Watt hilft
nicht unbedingt immer viel) und der genügend große Abstand der Heizkabel
zueinander, könnten da einige Missgeschicke vermeiden.
Beim ersten Bartagamen Terrarium (1.2 x 0,6 x 0,6m, Heizkabel nicht geregelt, Lichtzeit =
Heizungszeit) habe ich es mit der Auslegung der Heizung auch zu gut gemeint. Es
wurde ein Heizkabel mit 25 Watt / 5m Kabellänge und 3-4 cm Kabelschlaufen
Abstand verlegt. Damit wurden im Bodengrund viel zu hohe Temperaturen (bis 50ºC
in 15 cm Tiefe) erreicht !
Selbst bei geregelten Heizungssystemen, würde ich die Heizleistung nicht
überdimensionieren. Auch bei einem Regelgerät können die Schaltrelais mal fest
brennen - verkleben. Die Heizung würde in so einem Fall dann im Dauerbetrieb
laufen !
Auch ein Heizkabelschutz kann dazu beitragen, dass die Eier
von den Bartagamen nicht direkt mit dem
Kabel in Berührung kommen.
Das Heizkabel wird unter anderem auch bei der
Terrarium Technik beschrieben.
Jeder Tier Besatz kann sich anders verhalten. Die auf meiner Homepage nieder
geschriebenen Erfahrungen, sind wie gesagt nur Erfahrungen und nicht der
Weisheit letzter Schluss !
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Alle Bilder, Grafiken, Videosequenzen und Texte meiner
Webseite unterliegen dem Urheberrecht !
Meine Terraristik und Bartagamen Eiablage Infos, wurden für eine Auflösung
mit 1280 x 1024 Pixel optimiert.
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